Corona | Zeit zurück zu schauen: Als der Strom nach Kopfing kam ...

Während des 1. Weltkrieges wurden an den Bächen viele Lichtanlagen gebaut. Erst 1937 kam es zum Bau des Verbundnetzes: Jeder Interessent hatte nun die Möglichkeit der Versorgung mit Elektrizität ...

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1899 war im Weishäupl-Haus die Zeit der trüben Petroleumlampen während langer Winterabende vorbei: Der Kaufmann Heinrich Weishäupl beleuchtete als erster in Kopfing das Haus mit hellen Karbidlampen und installierte in der Folge eine Azetylen-Anlage zur Beleuchtung.
Damals beleuchtete die Fa. Stern und Hafferl in Oberösterreich schon größere Gebäude elektrisch.


1915 berichtet das Linzer Volksblatt von einer Interessentenversammlung in Zell/P.: Die Fa. Stern und Hafferl baute das Leitungsnetz in Oberösterreich auf. Ein Teilhaber der Passauer Fa. Guggenmoos, welche die elektr. Beleuchtung in Andorf installiert hatte, warb für die Gründung einer Lichtgenossenschaft auch in Kopfing.

Doch das war für Kopfing nicht mehr relevant: Weishäupl dürfte schon während des 1. Weltkrieges das "Licht" vom Lichthäusl bezogen haben. Der Wirt Johann Unger stieg 1918 (aus Anlass der Aufstockung des Lichthäusls) als Kompagnon bei Weishäupl ein und bot daher seinen erst 1917 gekauften Azethylen-Apparat zum Verkauf an.


Mit der Aufstockung des Lichthäusls wurde dieses zu einer "Sommerfrische" für die Familie Rausch (Foto 1928), die Elektrizität wurde inzwischen nicht mehr über das Wasserrad gewonnen, sondern mittels einer Turbine.

LINK ZUM LICHTHÄUSL 

Bis in die 1920er-Jahre gab es in Kopfing einige "Inselnetze", die mittels Wasserrad und Dynamo Häuser und Ortschaften meist "schwarz" mit Strom versorgten.


In das Dunkel der Kopfinger Lichtanlagen war kein Licht zu bringen:

Das Land OÖ und die BH Schärding wollten diesem Wildwuchs ein Ende bereiten. Die Gendarmen richteten nichts aus, weil bei ihrem Erscheinen die Anlagen meist ausgeschaltet und als "nicht betriebsbereit" bezeichnet wurden.

 

Offiziell genehmigt war die Stromerzeugung nur bei der Luser-Wagnerei (für Beharding) und dem Weishäupl-Lichthäusl (für Kopfingerdorf und Kopfing).

Das Foto der Pfarrkirche (1928) zeigt schon die erste elektrische Beleuchtung - 1927 wurde der gesamte Ortskern von Kopfing vom Lichthäusl aus mit Strom versorgt.

LINK ZUR ELEKTRIFIZIERUNG KOPFINGS


Stern und Hafferl hatte das bestehende Leitungsnetz in Kopfing mit Jahresbeginn 1937 aufgekauft.

Am 14. Juni 1937 war am Gemeindeamt Kopfing die kommissionelle Bauverhandlung für die Errichtung einer 10 KW - Transformatorenstation der Österreichischen Kraftwerke AG, womit die Stromversorgung für Kopfing und Umgebung mittels Hoch- und Niederspannungsleitungen gesichert werden sollte.         

 

Hausbesitzer in den Ortschaften Rasdorf, Glatzing, Kopfing, Götzendorf, Kopfingerdorf und Hofstetten stimmten zum Großteil dem Anschluss an das neue Elektrizitätsnetz zu.


VORSCHAU MAI: Ab Anfang Mai auf der Homepage!

Maikirtag in Kopfing: Messer, Raufen, Zechen.

Und ein seltsamer Überfall ...


 

Das Kulturhaus (mit Krämerei und Ausstellungen) ist wieder geöffnet -
zu den bekannten
Corona-Bedingungen: 

Vorgabe: FFP2-Maske, 2 m Abstand, max. 8 Personen, keine Gruppenführungen ...

Anruf genügt: 0680 202 1415 (Brigitte Ruhland) 



Kopfing liegt am Südabhang des Sauwaldes und bietet eine freie Sicht bis zu den Alpen.

Kulturhaus und Kulturpark Kopfing

Das Kulturhaus Kopfing befindet sich mitten im Ort Kopfing oberhalb der Pfarrkirche.

Der Kulturpark ist frei zugänglich und wird bei klarer Sicht zu einem Balkon ins Alpenvorland mit den Kalkalpen und  dem markanten Gipfel des Dachsteins im Süden.

Eine Führung  lässt das Leben vor rund 100 Jahren im und um das einstige Häuslerhaus lebendig werden.

 

Dzt. Corona-Einschränkung: max. 10 Personen, keine Bewirtung erlaubt!        



Geschichte in Geschichten erleben!

Im Kulturhaus zu sehen: Alte Krämerei, Brauchtumsstube, altes Handwerk, Geologisches Kabinett, Martin Plöckinger - Stube, Neue Galerie mit Jahresausstellungen.
Das Kulturhaus im Detail - zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken!