Geschichte in niedergeschriebenen Geschichten

Wir neigen dazu, Vergangenes mit den Augen der Gegenwart zu sehen - und manchmal auch zu beurteilen.

"Schwarz auf Weiß" zeigen uns Zeitungsartikel aus den Jahren zwischen 1850 und 1950, was unseren Vorfahren einst wichtig war. Sonst hätten diese Inhalte nicht den Weg in die Zeitungsredaktionen gefunden ...

 

Work in Progress: Die einzelnen Artikel werden je nach Wissenstand ergänzt bzw. auch erweitert. 


  • D' Wall'ner und ihr Wall' - das war für mich (als gebürtigen Sighartinger) in den 1950er-Jahren Kopfing und Umgebung: Wenn Vater und Großvater in Wall' oder zu dö Wallna zum Schleifholzhandel fuhren, dann ging es zu den Bauern im Sauwald, fast immer nach Kopfing oder St. Roman. Der bewirtschaftete Wald selber wurde als "Holz" bezeichnet ... (Erstfassung: 11/2018)
  • Kopfing im Innkreis - über Jahrhunderte waren die Kopfinger den Bayern verbunden. Die großen Hoffnungen, die sie 1779 auf das Österreich Maria Theresias und Joseph II. setzten, wurden enttäuscht. Seit 1816 haben sich die Kopfinger als "Innviertler" in Österreich "eingelebt" … (Erstfassung: 12/2018)
  • Klein-Tirol und die Pest in Kopfing? Geschichten von Tiroler Ansiedlern nach der Pestzeit lassen sich nicht belegen. Meine erste Fahrt nach Kopfing (1955) als Mitfahrer in einem LKW auf steilen Schotterstrassen durch finstere Wälder ließ auch in mir das Bild von einer Fahrt ins Gebirge, nach "Klein-Tirol" entstehen...  (11/2018)
  • Not und Hunger kennzeichneten die Jahre vor dem 1. Weltkrieg und (nicht nur) die ersten Friedensjahre nach Kriegsende. (Erstfassung: 12/2018)
  • Das Raufen als Brauchtum sucht nach der Bedeutung der früheren bäuerlichen Gesellschaften, die Zechen (Zechen = Zödl + Zenn): Das waren (im ganzen Innviertel, vor allem aber in Kopfing) mehr als Gemeinschaften von Raufbolden, - wenn auch das Raufen in Erinnerung geblieben ist ...  (Erstfassung: 11/2018)
  • Die Merkwürdigkeiten erzählen von einer Hochzeit ohne Brautleute und einer vor gut 100 Jahren "Trendsportart" ...  (Erstfassung: 11/2018)
  • Moritat Föhratpoint:  Eine Moritat will informieren und zugleich unterhalten. Historisch ist der brutale Raubmord ebenso zu belegen wie die Verdächtigung des unschuldigen Nachbarn. Was bleibt ist die Aussage: Da ist in Kopfing ein abscheuliches Verbrechen passiert;  seit 70 Jahren gab es so etwas nicht mehr …
    QUELLE: Johann Schmidbauer (Moritat), Josef Ruhland (Aufarbeitung); (Erstfassung: 10/2016)
  • Der Ärztemangel auf dem Lande war vor 150 - 100 Jahren in ganz OÖ, besonders aber im Bezirk Schärding und hier wieder im Sauwald spürbar. In Kopfing war es zwischen 1880 und 1924 kaum möglich, ausgeschriebene Gemeindearztstellen zu besetzen. (Erstfassung: 11/2018)
  • Eine Urlaubssperre in Kopfing verkündete 1918 die Gemeinde Kopfing mit einer entsprechende Anzeige im "Linzer Volksblatt" . Übrigens: Nicht nur in Kopfing, auch in ganz Oberösterreich wurden wegen der Armut Fremdenverkehr und Sommerfrische von Amts wegen verboten.  (Erstfassung: 11/2018)
  • Matzingers Martinigansl: Ein Blick zurück in die NS-Zeit, als erstmals  auch Zeitungen dazu genutzt wurden, "Gegner" zu denunzieren und zu verunglimpfen.  (Erstfassung: 09/2016)
  • Gold. Silber. Grün: Siegerehrung mit Verleihung der Medaillen? Nein! Drei Hochzeiten wurden an einem einzigen Tag im Jahr 1950 in der Pfarrkirche Kopfing gefeiert.  (Erstfassung: 03/2016)

QUELLEN - falls nicht anders angegeben:
Archiv Kulturhaus/Ruhland; Heimatbuch Kopfing, Josef Ruhland; Zeitungsartikel [anno.onb.ac.at]