Ruhland | aktualisiert: 29.11.2018


Wie ein Kneippscher Oberguss das Wunder von Kopfing beendete...

Maria Gatterbauer - oder:

Das Wunder von Kopfing  

1890 - 1892

Eine Frauensperson erregte in Kopfing und Umgebung großes Aufsehen: Das 20-jährige Bauernmädchen verfiel täglich in eine Art Krampfstarre und begann dann (auch in lateinischer Sprache) lautstark zu predigen und auch Weissagungen zu machen.

(Foto: Gustave Corbet, Die Seherin - bearbeitet nach kunstkopie.de)

 


Über das Mädchen wurde auch im "Znaimer Wochenblatt" (13.2.1892) berichtet...
Über das Mädchen wurde auch im "Znaimer Wochenblatt" (13.2.1892) berichtet...

Maria Gatterbauer (Symbolfoto) war 1891 im Krankenhaus der Barherzigen Schwestern in Linz untersucht und als Schwindlerin bezeichnet worden, nachdem man in ihrem Gebetbuch die wohl auswendig gelernten lateinischen Texte gefunden hatte.

Die Predigten, die sie auch während ihres Krankenhaus-Aufenthaltes lautstark hielt, fanden ein abruptes Ende, als man ihr einen Topf mit Wasser ins Gesicht schüttete.

 

Das Linzer Volksblatt (12. 10. 1890) schrieb:
Das Resultat der Untersuchung war,
dass ein Kneipp'scher Oberguss
das beste Mittel
gegen Einbildung und Schwindel ist!


4 Zeitungsausschnitte aus dem Linzer Volksblatt (1890, 1892)

beschreiben in der Sprache der Zeit die "Auftritte" des Bauernmädchens in Kopfing, Linz (Urfahr) und Gallneukirchen - und das Ende am 15. 2. 1892: Da hat die Mutter die Predigerin in ihre Heimat Kopfing gebracht, damit sie dort ihr Predigeramt niederlege und keine frischen Narren mehr mache …